Rezension: Feuer und Blut

Feuer und Blut. So lauten die Worte des Hauses Targaryen.
Ihr Wappen: Ein dreiköpfiger Drache.

Feuer und Blut2

Titel: Feuer und Blut Autor: George R. R. Martin Verlag: Penhaligon Seitenzahl: 896

Die jüngste Nachfahrin der Targaryen-Dynastie ist wahrscheinlich vielen schon aus George R. R. Martins Das Lied von Eis und Feuer Reihe bekannt. In Feuer und Blut geht es allerdings nicht um die Sturmtochter, Khaleesi des großen Grasmeeres, Sprengerin der Ketten, Königin von Mereen, Königin der Andalen und der ersten Menschen, Regentin der sieben Königslande und Beschützer des Reichs, die Mutter der Drachen, sondern um die Vorgeschichte: Die Herrschaft des Hauses Targaryen seit Aegon dem Eroberer – fast 300 Jahre vor Beginn der uns bekannten Handlung.

Feuer und Blut Bild

Zuallererst fällt die tolle Gestaltung des Buches auf. Das Cover ist in Grautönen gehalten, auf denen das rote Siegel mit dem dreiköpfigen Drachen der Targaryens besonders hervorsticht. Wenn man den Umschlag auseinanderfaltet, entdeckt man den Stammbaum der Targaryen, beginnend mit den Eltern Aegons I bis hin zu uns bekannten Charakteren wie Daenerys, Viserys und Rhaegar, sowie Rhaegars Kindern. Auch Robert Baratheons Familie ist durch die Hochzeit Ormund Baratheons mit Rhaelle Targaryen mit dem Stammbaum verbunden. Beim ersten Durchblättern der Seiten fallen außerdem die wunderschönen Illustrationen von Doug Wheatley auf, der auch schon für Illustrationen in Westeros – Die Welt von Eis und Feuer zuständig war.

Feuer und Blut CoverNach dem Inhaltsverzeichnis beginnt Feuer und Blut mit einer Art zweitem Cover. Hier kommt eine Verfasserfiktion hinzu; Erzmaester Gyldayn aus der Zitadelle von Altsass ist der fiktive Autor dieser Chronik. Wie hier bereits angedeutet wird handelt es sich also nicht um einen weiteren Roman, sondern um eine Art Geschichtsbuch aus Westeros, geschrieben von einem Erzmaester der Zitadelle in Altsass. Und das wirkt sich auch auf den Schreibstil aus. Als Buch eines Maesters ist es ein Buch, das eher Wissen vermitteln als unterhalten soll. Man fühlt sich nie mitten im Geschehen, es gibt (bis auf wenige Ausnahmen, die sich auf ein bis zwei Sätze beschränken) keine wörtliche Rede, es wird über die Eroberungen, Kriege, Hochzeiten, Bündnisse und Thronfolge-Streitereien der königlichen Familie berichtet.

Jener Aegon, den die Geschichte als Aegon den Eroberer und Aegon den Drachen kennt, wurde im Jahre 27 v.A.E. auf Drachenstein geboren. Er war der einzige Sohn und das zweite Kind von Aerion, Lord von Drachenstein, und Lady Valaena aus dem Hause  Velaryon, die über die Mutter selbst eine halbe Targaryen war.
 – Feuer und Blut, Seite 13

Ich hatte ehrlich gesagt eher einen Roman erwartet, im Stil der anderen Das Lied von Eis und Feuer Bücher, und war daher erstmal ziemlich enttäuscht. Die tollen Illustrationen und die interessanten Informationen zum Leben von bekannten Königen wie Aegon dem Eroberer, oder Maegor dem Grausamen, und Drachen wie Balerion dem schwarzen Schrecken, von denen jeder eingefleischte Game of Thrones Fan bereits gehört hat, machen das Buch dann aber doch ganz interessant. In der Geschichte von Westeros kenne ich mich dank Feuer und Blut wohl bald besser aus als in der Geschichte unserer Welt!

Fazit: Wenn man sich für die Das Lied von Eis und Feuer Reihe begeistern kann, ist das noch keine Garantie dafür, dass einem Feuer und Blut gefallen wird! Wer einen Roman lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Wenn man sich dagegen mit ausführlichen Informationen zur Vorgeschichte von Das Lied von Eis und Feuer auseinandersetzen und etwas über Westeros lernen möchte, dann ist das Buch durchaus empfehlenswert. Samwell Tarly könnte sich für dieses Buch sicher begeistern.

Feuer und Blut hat meine Erwartungen leider so gar nicht getroffen. Ein richtiger Roman wäre mir lieber gewesen. Pluspunkte gibt es allerdings für die tolle Buchgestaltung! Ich vergebe deshalb 3 von 5 Sternen.
★★★☆☆

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3 Gedanken zu “Rezension: Feuer und Blut

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