Rezension: Cryptal City – Vier Jugendliche gegen eine Stadt

imag51592Cryptal City – Vier Jugendliche gegen eine Stadt [Rezensionsexemplar]

Cryptal City – Vier Jugendliche gegen eine Stadt ist das erste Buch des Autors Denny van Heynen, der mir netterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat (Vielen Dank nochmal dafür!)

Die Teenager Jake, Noah, Brenda und Linda wohnen in Cryptal City und sind seit ihrer Kindheit befreundet. Jake, Brenda und Linda gehen zur High School, Noah führt bereits seine eigene Videothek. Sie alle verbindet der frühe Tod ihrer Eltern, die alle am selben Tag auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind. Eines Tages beschließen die Freunde, die Umstände des Todes ihrer Eltern aufzuklären und kommen durch alte Tarot-Karten dunklen Geheimnissen auf die Schliche, in die auch einige Bekannte verwickelt sind. Von allen Seiten scheinen die Leute ihre Nachforschungen zu unterbinden. Bücher mit Informationen verschwinden plötzlich, sogar Menschen verschwinden und es scheint, als hätte es sie nie gegeben. Gleichzeitig verändern sich Jakes und Noahs Gefühle füreinander. Ist das nur Freundschaft oder doch mehr?  Romantische Gefühle und rätselhafte Erkenntnisse stellen das Leben der vier Jugendlichen auf den Kopf und bringen sie in so manche Gefahr.

Die Story von Cryptal City – Vier Jugendliche gegen eine Stadt hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich an manchen Stellen auch so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Das Cover finde ich sehr passend. Ich habe mir Cryptal City beim lesen zwar etwas anders vorstelle als die abgebildete Großstadt mit den vielen Wolkenkratzern, aber das Bild passt zum Titel und hat mich auch neugierig gemacht. Die Kapitel sind angenehm kurz, sodass man leicht noch mal ein, zwei Kapitel mehr lesen kann als geplant. Der Schreibstil trifft nicht ganz meinen Geschmack. Die Beschreibungen sind kurz und knapp und es hat eine Weile gedauert, bis ich mich richtig reingelesen hatte. Obwohl das Buch aus der Sicht von Jake geschrieben ist, beschränken sich die Gedanken und Gefühle, die man von ihm erfährt, meistens auf seine Gefühle zu Noah und beziehen sich sehr wenig auf den Tod seiner Eltern oder die gemeinsamen Ermittlungen. Mir fiel es daher etwas schwer, mich in ihn hineinzuversetzen. Leider habe ich auch noch so manchen Rechtschreib- oder auch Grammatikfehler entdeckt – hier wurde wohl am Lektorat gespart.

Vieles ging mir vieles in diesem Buch zu schnell. Die Lovestory zwischen Jake und Noah wurde schon ab dem ersten Kapitel angedeutet und ging dann in Kapitel zwei bzw. Kapitel vier direkt los. Das war für meinen Geschmack etwas früh, da die andere Story um die geheimnisvollen Todesumstände der Eltern der Jugendlichen auch gerade erst begonnen hat. Ich fand es teilweise auch etwas kitschig, und mit Kosenamen wie „meine Schnecke“ kann ich mich auch nicht so anfreunden, aber das ist wohl Geschmackssache. Die Story um den Tod der Eltern hat mir wirklich gut gefallen! Hier ging mir zwar auch einiges etwas zu schnell, zum Beispiel waren die Jugendlichen sehr schnell durch nur wenige Spuren auf der richtigen Fährte. Insgesamt war die Story aber interessant und spannend. Ich wurde richtig neugierig, was es denn jetzt mit dem Tod der Eltern auf sich hatte! Da hat mir das Lesen viel Spaß gemacht!

Linda kniete an der untersten Schublade. Sie nahm einen Stapel Karten heraus. „Na, wenn das kein Zufall ist“ murmelte sie, während sie sich die Karten genauer ansah. Noah besah sich die Karten ebenfalls, dann legten sie sie ordentlich in die unterste Schublade zurück. Er nahm ein Stück seines neonfarbenen Shirts und wischte über die Schublade. Einen kleinen Blick nackter Haut erhaschte ich, leider nur den Rücken. Eine gestreifte Boxershort schaute ein wenig aus seiner Hose heraus. Modischen Geschmack hat er, dachte ich.

An einigen Stellen habe ich mich auch etwas gewundert. Die vier sind schon seit ihrer Kindheit befreundet, aber Noah war noch nie bei Linda zuhause und Jake weiß nicht, ob sein bester Freund Noah schon einmal eine Beziehung hatte? Es ist natürlich nicht unmöglich, hat mich aber etwas stutzig gemacht.

Fazit: Es fällt nicht ganz so leicht, sich in Jake hineinzuversetzen und vieles geschieht für meinen Geschmack zu schnell. Die kurzen Kapitel und die interessante Handlung haben aber dafür gesorgt, dass ich das Buch dann doch viel schneller durchgelesen habe als erwartet, trotz des nicht immer ganz flüssigen Schreibstils. Meine Meinung zu dem Buch ist also gemischt. Eigentlich eine tolle Idee, aber ich denke, man hätte mit etwas mehr Überarbeitung noch weitaus mehr daraus machen können. Auch die Rechtschreibfehler hätten leicht vermieden werden können und trüben den Gesamteindruck. Ich habe mich daher für 3 von 5 Sternen entschieden.
★★★☆☆

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s